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Allgemein

Die Idee von Nigôlo begann formal im Jahre 1991, mit dem Eintreffen von Lua Santana und seiner Familie in Morro de Chapéu, einer Stadt in der Chapada Diamantina, Bahia, Brasil. Hier kaufte er ein kleines Stück Land mit dem Ziel der Wiederbewaldung und Erhaltung der Natur.
Parallel wurde dort 1994 die Capoeira Angola Gruppe Nigôlo gegründet, die gerade den bedürftigen Kindern aus den ärmeren Stadtteilen Halt und Selbstbewußtsein für eine Gleichberechtigung in der Gesellschaft gibt ("Felicidadania"). Daraus wuchs (insbesondere auch durch den Einsatz der Deutschen Ana Maria Jacobs) die Idee und Umsetzung des Sozialprojekts "Minhoca".
Sodann, infolge des glücklichen Zusammentreffens von Lua Santana mit Suni, Luca und Barbara, wuchsen auch in München zwei neue Nigôlo "Keimzellen". Auch diese Gruppen sind verbunden in der Capoeira Angola, und unterstützen, zusammen mit weiteren Organisationen, die Projekte "Minhoca" und "Herbarium". Beim letzteren handelt es sich um ein ökologisches Projekt mit dem Ziel, die Natur vorort zu schätzen und schützen.
Vor diesem Hintergrund definieren wir Capoeira Angola im traditionellen Sinne als das Strebens des schwarzen Brasiliens nach Freiheit, als Tanz, als Dialog, als Ritual, als Spiel, als Kultur, im jedem Einzelnen, in der Gemeinschaftlichkeit, und schließlich als Ausdruck für das Leben selbst. Durch das physische Training, und das Schärfen der Sinne und des Geistes treten wir ein für eine Harmonie mit der Schöpfung, für eine würdigere Welt.


Der Name Nigôlo

Der Name N’GOLO geht zurück auf ein Rituals afrikanischer Stämme aus Angola, das von dem Balzritual der Zebras abgeleitet wird. Durch die Versklavung dieser Stämme gelangte es als kulturelles Erbe nach Brasilien, und - so wird vermutet - bildete eines der inspirierenden Elemente der Capoeira Angola. Auch heute noch ähneln die Bewegungen zweier spielender Capoeiristas den Bewegungen aus dem Ritual der Zebras.
Dieser Name - im Portugiesischen zu NIGÔLO gewandelt - drückt für uns den Kreislauf des Leben, die Einheit mit der Schöpfung aus.

NIGÔLO, pela harmonia do Ser ...
NIGÔLO, für die Harmonie mit der Schöpfung ...

Ginga dos quatro elementos,
Artimanha da vida, ritual,
Na volta do mundo girando,
Órbita: caminho natural.


Mestre Lua Santana

Mestre Lua Santana versteht sich als Schüler von Mestre Caicará der Capoeira Angola. Er wurde im Stadtviertel Liberdade von Salvador da Bahia geboren, wo er die Möglichkeit hatte, bei den Rodas der großen Mestres seiner Zeit, wie João Pequeno, Valdemar, Virgilio, Dois de Ouro und anderer, teilzunehmen. Seit damals traf er und trainierte er mit vielen Capoeiristas, einige unter ihnen heute ebenfalls Mestres, z.B. Cobra Mança e Rosalvo.
Zur Zeit lebt er mit seiner Familie in der Stadt Morro de Chapéu in der Chapada Diamantina im Landesinnern von Bahia. Er investiert viel Arbeit in das Projekt "Minhoca", in dem er künstlerische Erziehung und Capoeira Angola Unterricht leistet. Die Einheit mit der Schöpfung - Mensch und Natur - ist das Hauptanliegen seines Lebens, und findet auch Ausdruck in seinenr Arbeit als Bildhauer.
Seit 2001 besucht er regelmäßig Deutschland, trainiert mit Gruppen in München und hält Workshops im Capoeira Angola ab.

 


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update 03/2009